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Eine Woche mit Ingeborg Pongratz, MdL
Beim Referat bei der Frauen-Union aktuelle Fragen angesprochen

"Wir müssen sparen, ist heutzutage das wohl am meisten gebrauchte Wort!  Sparsamkeit ist ja auch eine Tugend", so Susanne Padua im Gespräch vor dem  Referat von Ingeborg Pongratz, MdL vor der örtlichen Frauen-Union im Eugenbacher Gasthaus Schwaiger. Jeder von uns weis, dass unsere Ressourcen immer knapper werden. Seit beinahe zwei Jahrzehnten leben wir auf Pump. Welche verheerenden Folgen eine solche Politik hat, erleben wir Tag für Tag auf bundespolitscher Ebene. Dort versucht man mit steter Neuverschuldung und immer neuen Steuererhöhungen dem ganzen Herr zu werden. Statt Arbeit zu schaffen und bezahlbar zu machen, wird Arbeit und ihre Kosten verteuert, so weiter die Vorsitzende der Altdorfer Frauen-Union.
Susanne Padua ist überzeugt, dass wir in Bayern bisher in vieler Hinsicht einen Sonderstatus genossen haben. Doch nun müsse auch hier kräftig gespart werden. "Dieses Sparen an sich ist ja, wie schon erwähnt, eine Tugend" und es sei für jeden nachvollziehbar und verständlich, wenn man nicht mehr Geld hat, kann man auch nicht mehr ausgeben. Bekommt man also auf die zukünftigen Jahre gesehen weniger Geld, so hat man eben weniger zur Verfügung und muss sparen, so die logische Konsequenz der Vorsitzenden. Und diese Meinung  vertrat auch die Landtagsabgeordnete Ingeborg Pongratz in ihrem Referat, in dem sie betonte, dass es ab 2006 im Freistaat keine Neuverschuldung mehr geben dürfe.
In der anschließenden Diskussion war dann auch das Interesse der Frauen an diesem Thema besonders hoch. Man betonte dabei das Gefühl, angeregt auch durch ständig neue Meldungen und Presseberichte, dass in Bayern "auf Teufel komm raus" gespart werde. Lehrmittelfreiheit, Verringerung der Beamten, Senkung von Beamtengehältern und Pensionen, weniger Lehrer an den Schulen, höhere Klassenstärken, Polizeireform, Verwaltungsreform, um nur einige der Betroffenen zu nennen. Man richtete an die Abgeordnete die Bitte, nicht jede Idee, nicht jeden Vorschlag, wo man noch sparen könne, erst in der Presse zu diskutieren, um zu sehen wie das Volk reagiert. Man fühle sich dadurch verunsichert, auch wenn Reformen für die Zukunft sicher dringend notwendig sind.
Im weiteren gab Ingeborg Pongratz Einblicke in ihren Arbeitsalltag als Abgeordnete und Lokalpolitikerin und man konnte den Eindruck gewinnen, dass oft der Tag mehr als nur 24 Stunden hätte. So gab sie Informationen zu ihrer Arbeit im Ausschuss Sozialpolitik an Einzelbeispielen, berichtete über langwierige Kabinettssitzungen und nahm Glückwünsche entgegen für ihre Neuaufgabe im Ausschuss für Bundes- und Europaangelegenheiten, in dem sie erstmals in dieser Woche aktiv mitwirken kann. Darüber hinaus will sie sich aber auch noch verstärkt in die Kommunalpolitik einbringen und vor Ort und in der Region Hintergrundinformationen für ihre Aufgabe als Landtagsabgeordnete sammeln, um den Bürgerinnen und Bürgern ihres Stimmkreises eine gute Vertreterin in München zu sein. Ihr Beispiel einer Arbeitswoche führte den Besuchern der Veranstaltung deutlich vor Augen, welche Aufgaben zu erledigen und bewältigen sind. Der Bogen ihres ausführlichen Referats spannte sich durch alle Bereiche der aktuellen Landespolitk bis hin zu regionalen Problemfällen und deren Lösungen. So konnten sich die Besucher aus erster Hand informieren lassen, wie der Arbeitsalltag  einer Abgeordneten zwischen München und Landshut im ständigen Wechsel verläuft.

Dem Referat folgte eine ebenso ausführliche Diskussion, wobei Themen wie die Verlagerung von Amtsstellen, Behörden und Ãmtern zu der Frage führten, wie dadurch Einsparungen entstehen sollen und wie dies mit der von der Staatsregierung propagierten  "familienfreundlichen Politik" zu vereinbaren sei. Einen breiten Rahmen und das  besondere Interesse der Frauen nahm die Thematik der "integrativen Schulklassen"  ein, wobei hier der Elternwille vor allen anderen Entscheidungen stehen soll. Man fragte, wie man sich hier die erforderliche Betreuung aber auch die gezielte Förderung Behinderter vorstelle und zeigte Befürchtungen für ein Ausbluten der Förderschulen, die doch bisher sicher Bestes geleistet und erbracht hätten. Weitere Diskussionsbeiträge gab es zu Arbeitszeitverlängerungen, die wieder die Frauen, die neben ihrer beruflichen Tätigkeit Familie und Haushalt zu bewältigen haben, besonders hart treffen. In diesem Zusammenhang wurde auch der Wunsch nach besserer und verstärkter Nachmittagsbetreuung an den Schulen laut.