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Seniorenbeirat ja, aber ohne kommunale Bevormundung
Frauen Union informierte und diskutierte Satzungsentwurf der Gemeinde

Die Vorsitzende der Frauen Union, Kreis- und Gemeinderätin Renate Zitzelsberger konnte am Montag im "Kammererhof" neben 2. Bürgermeister Franz Kainz und Gemeinderatskollegen viele Interessierte zum Thema Seniorenbeirat für den Markt begrüßen. Basis war ein Satzungsentwurf zur Schaffung dieses Gremiums, welcher nicht nur erläutert, sondern auch detailliert diskutiert wurde.

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Dass aktuelle kommunalpolitisc he Themen auf Interesse stossen , zeigte der gute Besuch des Veranstaltungsab ends. Einleitend stellte Renate Zitzelsberger den Satzungsentwurf zur Bildung eines Seniorenbeirats vor, wie er dem Gemeinderat zur Zeit vorliegt. "Bei der ersten Entwurfsvorlage im Kulturausschuss habe ich schon eine andere Meinung über das Zustandekommen eines derartigen Beirats vertreten", erläuterte die FU-Vorsitzende. Hierauf seien einige Punkte geändert worden, aber wesentlich die Paragraphen 2 (Zusammensetzung und Berufungsvorschläge) und 3 (Zusammensetzung) entsprächen nach wie vor nicht den Vorstellungen der CSU- Fraktion im Gemeinderat, so die Referentin.

Zunächst beschrieb Zitzelsberger die Situation in anderen Gemeinde. So werden die sieben Mitglieder des Kumhausener Seniorenbeirats durch eine Delegiertenversammlung bestehend aus zehn Mitgliedern für drei Jahre gewählt, für den gleichen Zeitraum wählt ebenfalls eine Delegiertenversammlung von 15 Personen die neun Mitglieder in der Stadt Landshut. Anders ist dies in Moosburg. Hier wählen alle Bürger/Innen, die das Wahlrecht zur Kommunalwahl haben, und 65 Jahre alt sind, für zwei Jahre ihre sechs Mitglieder für den Beirat. Die Gemeinde Puchheim bei München lässt die sieben Beiratsmitglieder alle drei Jahre durch Briefwahl ermitteln. Große Städte wie München oder Nürnberg wählen ebenfalls mit Delegiertenversammlungen für eine Amtszeit von vier Jahren ihren Seniorenbeirat.

"Wir wollen unsere älteren Mitbürger nicht bevormunden und ihnen ein bestelltes oder berufenes Gremium präsentieren, wie es der derzeitige Satzungsentwurf vorsieht", betonte die FU-Vorsitzende, vielmehr sehe sie zwei Möglichkeiten der Wahl als demokratisch an: alle Wahlberechtigten Altdorfer Bürger/Innen ab dem 60. Lebensjahr können wählen oder aber eine Delegiertenversammlung wählt den Seniorenbeirat. Gegen den Satzungsentwurf, dass Kandidatenvorschläge von den Pfarreien und Verbänden gemacht werden, spricht nach Ansicht der CSU-Fraktion nichts. Jedoch sollte jeder Verband Delegierte zu einer entsprechenden Versammlung entsenden oder in einer demokratischen Wahl von allen Bürger/Innen wählen lassen. Delegierte sollen aber neben den festzulegenden Verbänden auch aus der Bevölkerung kommen, die sich nach einem öffentlichen Aufruf in der Presse melden könnten."Bei meinen Gesprächen mit den jeweiligen Seniorenbeiräten in den verschiedenen Kommunen habe ich erfahren, dass es keine großen Schwierigkeiten gab, Kandidaten zu finden", erläuterte Renate Zitzelsberger, betonte aber gleichzeitig, dass ein wesentlicher Punkt die Festlegung der Altersgrenze sei. So könnten in Kumhausen bereits 55-jährige wählen, in Landshut und anderen angefragten Kommunen liegt das Alter bei sechzig Jahren, in Moosburg wählen sogar erst 65-jährige. Aber alle gemeinsam haben, die dann gewählten Seniorenbeiräte sind alle über 65 und teilweise noch wesentlich älter. "Durch Anregungen aus der örtlichen Bevölkerung neigen wir zu einer Altersgrenze ab 65 Jahren, auch wenn das Interesse für einen derartigen Beirat durch das schrittweise Ansteigen des Rentenalters auf 67 Jahre auch erst später zunimmt", vertrat Zitzelsberger ihre und die Meinung der CSU-Fraktion.

In der ausführlichen Diskussion des Themas kristallisierte sich dann die Meinmung der Versammlung zu einer Briefwahl ebenso heraus, wie der Wunsch nach Kandidaten aus der gesamten Bevölkerung und einem Alter ab dem 60. Lebensjahr.