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Zu Besuch bei Notrufnummer 112 Frauen-Union informierte sich bei integrierter Leitstelle
Der Leiter der integrierten Leitstelle Landshut, Peter Winzinger stimmte gerne zu, als die Frauen-Unionsvorsitzende Renate Zitzelsberger um einen
Besichtigungs- und Informationstermin bat. So konnten sich die FU-Mitglieder und auch deren Angehörige bei einem Besuch von der Arbeitsweise dort und deren Effektivität selbst ein Bild machen.
Wie Peter Winzinger den
Besuchern eingangs erläuterte, hat der Bayerische Landtag bereits im Juli 2002 das Gesetz zur Einführung Integrierter Leitstellen (ILS) erlassen, dessen Ziel es ist, dass die Notrufnummer 112 europaweit
auch für den Rettungsdienst genutzt werden soll und nicht nur wie bisher für Feuerwehrnotrufe. Von der Planung über die Projektrealisierung bis zum Betriebsübergang war aber noch ein weiter Weg. So wurde im
September 2007 die neue Rettungsleitstelle in Betrieb genommen, im Januar 2008 die Feuerwehr der Stadt Landshut aufgeschaltet und im darauffolgenden Mai die anderen Wehren im Gebiet der Landshuter Leitstelle.
Zuständig ist die ILS Landshut für die Landkreise Landshut, Kehlheim, Dingolfing-Landau und die Stadt Landshut,
ein Gebiet mit rund 415.000 Einwohnern. Die 22 bestens ausgebildeten und qualifizierten Mitarbeiter, sie haben
Doppelqualifikation im Rettungsdienst und eine erforderliche Feuerwehrausbildung, arbeiten an 11 mit modernster
Technik ausgestatteten Abfrageplätzen, von denen 6 gleichzeitig Einsatzleitplätze sind. Sie organisieren nach
Bedarf den Einsatz von 35 Krankenkraftwagen mit etwa 330 Mitarbeitern des Rettungsdienstes, 371 Feuerwehren mit 687 Fahrzeugen und über 10.000 ehrenamtlichen Feuerwehrlern, des Technischen Hilfswerks und der
Rettungshubschrauber. Aber auch Wasser- und Bergrettung, die Bergwacht, die Notfallseelsorge, die Rettungshundestaffel oder die Höhen- und Tiefenrettungsgruppen können bei Notfällen zum Einsatz gerufen werden
. Außerdem stehen in den einzelnen Regionen ausgebildete Helfer vor Ort zur Verfügung, um zum Beispiel lebensrettende Maßnahmen einzuleiten, ehe der Notarzt eintrifft.
Insgesamt entstanden auf dieser Basis 26 Leitstellen in ganz Bayern, wovon bereits sieben untereinander vernetzt
sind. Ziel ist selbstverständlich die komplette Vernetzung. Auch die rund 300 örtlichen Brandmeldeanlagen werden
in Kürze in der Landshuter ILS auflaufen und so zur Sicherheit in der Region beitragen. Der Notruf 112 ist vorwahl-
und kostenfrei für die Anrufer, ist sowohl aus dem Festnetz als auch über Mobilfunk erreichbar und es kann eine
Anrufrückverfolgung stattfinden. In der örtlichen Leitstelle stehen für diese Notrufnummer 29 Leitungen zur Verfügung und die Mitarbeiter sind rund um die Uhr ständig zu erreichen. Durch diese Einrichtung können bei
Brand oder medizinischem Notfall die Einsatzkräfte schnell und gezielt alamiert werden, die am besten helfen können und am schnellsten vor Ort sind.
An die ausführlichen Informationen durch den Dienststellenleiter schloss sich noch eine Besichtigung der "Kommandozentrale", ehe sich Marktgemeinderätin Renate Zitzelsberger für die aufschlussreichen und
interessanten Informationen mit einem kleinen Präsent im Namen der Besucher bei Peter Winzinger bedanken konnte. |