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Engagement für mehr politische Frauen-Power Renate Zitzelsberger ist
CSU-Fraktionsvorsitzende im Altdorfer Marktgemeinderat
Sie macht sich für Frauen in der Politik stark und muss immer wieder feststellen, dass sie nach wie vor eine Männerdomäne ist. Renate Zitzelsberger ist seit
Mai 2008 CSUFraktionssprecherin im Altdorfer Gemeinderat, dem sie seit 13 Jahren angehört, ebenso lange sitzt sie im Kreistag. Für Frauen ist politisches Engagement ihrer Meinung nach weniger ein Statussymbol,
Schaugehabe ist nicht ihre Sache.
Die 56-Jährige tut sich nach wie vor schwer damit, dass Männern in der Politik Macht
und Beeinflussung so wichtig sind. Frauen erachten das Soziale für wichtig, dies habe sich in der Diskussion um ein neues Gymnasium gezeigt. Fast alle Kreisrätinnen hätten erkannt, dass Kinder in kleineren Klassen
besser geföraert werden als bei Klassenstärken von 30 und mehr. Mütter hätten dazu einen besseren Bezug.
Das politische Engagement begann bei der gebürtigen Pilstingerin sehr früh. Mit 16 Jahren ist
sie der Jungen Union im Kreisverband Dingolfing-Landau beigetreten. Seit 1986 gehört sie der FrauenUnion an, von 1991 bis 2003 war sie Altdorfer Ortsvorsitzende und nach drei Jahren
Pause steht sie seit 2006 wieder an der Spitze. 1993 trat sie als FU-Kreisvorsitzende in die Fußstapfen von Rita Schmalhofer.
Das Jahr 2002 würde Renate Zitzelsberger wohl gerne aus dem Kalender streichen. Die CSU
hätte die Chance gehabt, mit einer stellvertretenden Landrätin in die Periode 2002 bis 2008 zu gehen. Doch daraus sollte nichts werden, denn die Männer waren zu dominant und ließen
Renate Zitzelsberger, obwohl zunächst gewünscht, nicht zum Zug kommen. Auch einen Sitz im Kreisausschuss wollte man ihr nicht geben. Renate Zitzelsberger zog die Konsequenzen und
trat als FUKreisvorsitzende zurück. "Meine Familie hat mir damals Rückhalt gegeben", sagt sie. "Es wurde mit den Geschwistern diskutiert, wie ich richtig un4 sinnvoll reagieren soll." Ihr
Kreistagsmandat wollte sie damals bewusst nicht aufgeben, denn: "Ich bin von den Bürgern gewählt worden und die wollte ich nicht enttäuschen."
Nach Altdorf ist Renate Zitzelsberger 1985 gezogen. Nach der Volks- und Realschule in Landau
hat sie die Ausbildung zur Krankenschwester absolviert, knapp zehn Jahre war sie am Landshuter Klinikum beschäftigt, wobei sie eine Zeit lang von München gependelt ist, da ihr
Mann - 1975 wurde geheiratet in der Landeshauptstadt gearbeitet hat. Es folgte eine längere Kinderpause, die beiden Töchter sind heute 30 und 24 Jahre alt. Danach hat sie acht Jahre beim
TÜV gearbeitet, seit 2002 ist sie in der Anzeigenabteilung der Moosburger Zeitung beschäftigt. Ein schwerer Schlag war im Juli 1998 der plötzliche Tod ihres Ehemannes. "Es war eine harte
Zeit, zumal beide Kinder in der Ausbildung beziehungsweise Schule waren."
Renate Zitzelsberger hält eine ausreichende Kinderbetreuung für notwendig, weil es sich die
meisten Frauen nicht leisten können, beruflich längere Zeit' zu pausieren. Die CSU- Fraktionsvorsitzende im Gemeinderat ist froh, dass in Altdorf die Betreuung nicht zu kurz
kommt. Von der Kinderkrippe über die Mittagsbetreuung und den Hort bis zur offenen Ganztagsschule werde für Familien viel angeboten.
In Bezug auf die Geothermie hofft die 56-Jährige, dass sie sich als wirtschaftlich herausstellt.
Die Nutzung der Erdwärme ist eine Zukunftsaufgabe, wobei viele Generationen etwas davon haben werden. Eine Therme Altdorf wäre natürlich eine tolle Sache und eine große Aufwertung für die Marktgemeinde.
Eine Herzenssache ist Renate Zitzelsberger die Musikschule seit der Gründung im Jahr 1997,
seit Mai 2008 ist sie der VHS angegliedert. Im elften Jahr hat Renate Zitzelsberger im vergangenen Jahr das Sommer- und Weihnachtskonzert mitverfolgt und ist immer wieder von
den Leistungen der Schüler sehr angetan. Das hänge mit den hochqualifizierten Musiklehrern zusammen, die alle ein abgeschlossenes Studium haben.
Der Seniorenbeirat in der Gemeinde ist auf Initiative der 56-Jährigen ins Leben gerufen worden.
Sie hat sich dafür stark gemacht, dass er demokratisch gewählt wird.
Wenn ihr neben dem politischen Engagement Zeit bleibt, genießt Renate Zitzelsberger im
Sommer ihren Garten, in dem es immer etwas zu tun gibt. Von ihrem Lebenspartner wird sie angehalten, sich sportlich zu betätigen. Dem kommt sie mit N ordic- Walking und Radfahren
nach. Ab und an kommt sie zum Lesen, was sie gerne häufiger tun würde. Mit ihren beiden Töchtern geht sie öfter ins Kino, wobei sie Komödien bevorzugt. LZ v. 14.03.2009
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