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FrauenUnion untwerwegs im Ort
Mehrfachturnhalle und Schlauchwehr besichtigt

Geführt vom zweiten Bürgermeister Franz Kainz und der FU-Vorsitzenden Susanne Padua besichtigte eine Gruppe interessierter Bürgerinnen und Bürger die örtlichen Neubauten. Franz Kainz gab zu den einzelnen Bauwerken sachkundige Erklärungen und stand für Fragen am Weg zur Verfügung.

Unterwegs-klZunächst besichtigte man das neu gestaltete Sportzentrum mit der prächtigen Zweifachturnhalle. Kainz erläuterte die Umgestaltung des Geländes, die Verlegung des Fußball- und Tennisplatzes, die Renovierung des Hartplatzes und die Flutlichtanlage. Noch sind die Aussenanlagen nicht endgültig fertig gestellt, doch man konnte sich ein gutes Bild über die Gestaltung machen. Hier gab es schon Lob vom bayerischen Sportverband, der die Altdorfer Anlage als eine der schönsten Niederbayerns bezeichnete.
Die neue Turnhalle fand dann aber die allgemeine Bewunderung. Hier übernahm die fachkundige Führung Architekt Martin Pollinger von der Planungsgesellschaft POKAM aus Vilsbiburg, der für Planung und Abwicklung verantwortlich zeichnet und dem Franz Kainz beste Arbeit bestätigte. Dies nicht nur wegen der hervorragenden Architektur des Baus, sondern auch wegen der Termineinhaltung aller Massnahmen. Man liegt sogar dem Zeitplan voraus, so der 2. Bürgermeister.

Schon das Foyer nach dem Haupteingang mit angegliedertem Hausmeisterraum zeugt von der Grosszügigkeit des Baues. Über einen Schmutzgang kommt man zu den jeweils zwei Umkleiden für Damen und Herren und über einen Saubergang betritt man die grosse Halle, die mittig teilbar ist. Mit dem Konditionsraum stehen hier den Schülern und Sportlern rund 1200qm Fläche zur Verfügung, wobei in den Hallen alle Ballsportarten ebenso durchgeführt werden können, wie jede Art von Boden- und Geräteturnen. Für den Schulsport sind alle erforderlichen Geräte in separaten Räumen vorhanden. Beheizt wird die Halle mit ihrem flächenelastischen Schwingboden mittels Bodenheizung. Ein Regieraum mit Steuerungsanlage und kompletter Audioausrüstung stehen ebenfalls zur Verfügung.
Aber auch an die Zuschauer wurde gedacht. Dafür ist eine etwa 2,5m breite Galerie im ersten Stock des Gebäudes angebracht. Neben den Technikräumen für Heizung, Strom und Lüftung ist im Neubau auch noch eine Hausmeisterwohnung integriert. Alles in allem zeigten sich die Besucher von der Harmonie, der Farbgebung und der Funktionalität des Neubaues tief beeindruckt.

Nur ein kleines Stück weiter wurde noch das neue Schlauchwehr besichtigt, wobei Franz Kainz hier zunächst an die alte Wehranlage aus dem Jahre 1940 mit drei Feldern von je 2, 5 m erinnerte, die 1954 um ein weiteres Feld mit 7,8 m erweitert wurde. Die Steuerung erfolgte bis zum Abbruch per Hand und war für Hochwasser HQ 20 ausgelegt. "Die Überlegungen zur Hochwassersicherheit waren durchaus unterschiedlich", so Kainz, so wurde z.B. auch angedacht, das Wehr zu entfernen und die Pfettrach lediglich als Bachbett am Gries auszubilden. "Welchen Schaden das Ortsbild dabei genommen hätte bedarf sicher keiner näheren Aussagen" , meinte der Bürgermeister bei der Besichtigung vor Ort.
Die Lösung hier ein Schlauchwehr zu bauen, was vom Wasserwirtschaftsamt als Fachbehörde vorgeschlagen wurde, wurde dann auch endgültig in die Tat umgesetzt. Franz Kainz gab einen Überblick zu den technischen Daten und die Wirkungsweise des Wehrs und erklärte auch die Fischtreppe als Wanderhilfe der Flussbewohner. Die Patenschaft für diese Treppe habe der Anglerverein Altdorf übernommen, der auch für die Pflege und Wartung sorgt.
Abschliessend informierte Kainz über die weiteren Planungen, wobei derzeit jene von der Raiffeisenbrücke (ausreichend für hundertjähriges Hochwasser) bis zur Stadtgrenze von Landshut bei Altdorf Süd laufen. Der dritte Bauabschnitt für den Bereich von der Wehranlage bachaufwärts -
Richtung Westen also - ist zeitlich noch nicht genau absehbar. "Auf alle Fälle soll der hundertjährige Hochwasserschutz für den Ortsteil Altdorf in absehbarer Zeit sicher gestellt werden", betonte der 2. Bürgermeister.