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Beraten, begleiten und helfen Infoabend der Frauen-Union über Schwangerenberatung
Im Rahmen ihrer abendlichen Veranstaltungen bot diesmal die Frauen-Union im Saal des "Bernsteinhofs" einen Vortrag der Leiterin der katholischen Beratungsstelle
für Schwangerschaftsfragen des Caritasverbandes Landshut, Dipl.-Sozialpädagogin Brigitte Ganslmeier. Dabei konnte sich eine interessierte Zuhörerschaft über die Ziele und Aufgaben dieser Einrichtung aus erster Hand
umfassend informieren lassen.
Die Landshuter Caritas-Schwangerenberatung, eine neben 22 anderen Beratungsstellen in Bayern,
betreut mit fünf Sozialpädagogen - vier Frauen und ein Mann -, einer Hebamme und einigen Praktikanten bei auftretenden Problemen, Krisen und Konflikten in allen Phasen der Schwangerschaft und nach der
Geburt bis zum dritten Lebensjahr die meist jungen Mütter. Zur Einrichtung gehört auch ein von ehrenamtlichen Mitarbeitern geführter Babyladen. Junge Frauen werden bei existenziellen Schwangerschaftskonflikten
ebenso beraten, wie bei Konflikten mit dem Partner, den Eltern oder auch im Hinblick auf die Ausbildung. Auch bei persönlichen Lebens- und Beziehungskrisen oder im Zusammenhang mit
vorgeburtlicher Diagnostik, bei möglicher Behinderung des Kindes oder in Fragen einer Adoption und Pflegschaft gibt die Schwangerenberatung Hilfestellung und berät bei ungewollter Kinderlosigkeit.
Wichtig ist neben der Beratung für Brigitte Ganslmeier auch die Begleitung bei den ersten Schritten als Eltern, wenn das Kind von Mutter oder Vater allein erzogen wird, nach einer Tod-
oder Fehlgeburt, nach einem plötzlichen Kindstod, bei anonymer Geburt, aber auch nach einem Schwangerschaftsabbruch. Dazu gibt es viele Gruppenangebote, zu denen auch ein
Kinderlosen-Treffpunkt zählt, bei dem sich Paare in ähnlicher Situation kennen lernen und über das reden können, was sie gerade bewegt. Dabei lernt man mit dem Problem zu leben, wobei
man stets fachkundig beraten wird. Laut der Referentin bietet die Caritas- Schwangerenberatung aber auch Hilfen bei sozialen und wirtschaftlichen Problemen, bei der
Durchsetzung von Rechtsansprüchen und bei finanziellen Fragen. Durch zahlreiche praktische Beispiele konnte Ganslmeier ihren Vortrag anschaulich und interessant gestalten.
Mit sogenannten Babysimulatoren, hochwertige computergesteuerte Puppen, demonstrierte die Referentin das Angebot für Schulklassen ab der achten Jahrgangsstufe, wozu ein
Workshop "Liebe und Sexualität" zählt, wie auch das Projekt "Baby-Bedenkzeit". Die Schwangerenberatung in der Landshuter Freyung bietet auch kompetente Geburtsvorbereitung
durch eine Hebamme. Ein besonderes Anliegen von Brigitte Ganslmeier aber ist ein "Mutter-Kind-Haus" in der Region Landshut, wofür eine Stiftung ins Leben gerufen wurde, um dieses
Projekt zeitnah zu realisieren.
Renate Zitzelsberger als Vorsitzende der örtlichen Frauen-Union und als Veranstalterin dieses
Informationsabends, dankte abschließend der Rednerin für ihren ausführlichen Bericht im Namen aller Besucher mit einem Weihnachtsstern und wünschte der Stiftung für das Mutter
-Kind-Haus viel Erfolg bei deren Bemühungen für diese wichtige Einrichtung. |