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Was ist denn ein Riffelwerk?
Frauen-Union besichtigte Firma Rückert

Geführt vom Juniorchef Bernhard Rückert besichtigte die Frauen-Union des Altdorfer CSU-Ortsverbandes die örtlichen Firma Rückert - Mühlenbau und Riffelwerk. Zu dieser Besichtigung hatte die FU-Vorsitzende Susanne Padua Mitglieder und Interessierte aufgerufen und die Beteiligung an der Betriebsbesichtigung war erfreulich gross.

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Noch vor dem Eingang war den Besuchern nicht klar, was eigentlich ein Riffelwerk ist. Die Frauen wussten, dass die Riffel ein kammartiges Werkzeug zum Abriffeln (abstreifen) der Samenkapseln des Flachses ist. Doch was geschieht in diesem Altdorfer Betrieb tatsächlich? Herr Rückert konnte rasch aufklären. In dem etwa zwanzig Mitarbeiter zählenden Familienbetrieb - neben dem Vater arbeiten noch drei Söhne mit - geht es um die Herstellung oder Instandsetzung von Riffelwalzen. Dies sind Hartguss- oder Stahlwalzen, die parallel zur Achse mit eingegossenen oder eingearbeiteten Nuten (Rillen) versehen sind. Diese Walzen dienen zum Zerkleinern von Mahlgut oder als Vorschub- und Transportwalzen, wenn sie paarweise angeordnet sind. Verwendet werden diese Walzen in Müllereien, also in Betrieben zur Gewinnung von mehlartigen Produkten aus groben, festen Stoffen; im landläufigen Sinne die Verarbeitung von Getreide zu Mehl. Aber auch zum Mahlen von Kaffee oder Malz zur Bierherstellung finden Riffelwalzen aus Altdorf den Einsatz.

Die Firma wurde vor rund 80 Jahren in Dresden gegründet, war dann in Rosenheim ansässig, ehe sie 1969 Altdorf als Firmensitz wählte. Neben dem Riffelwerk ist der Mühlenbau und die Mühlenplanung ein weiterer Geschäftszweig, der auch der ursprüngliche des Unternehmens war. Die Kunden kommen vor allem selbstverständlich aus der Bundesrepublik, aber auch aus Österreich, Frankreich, den Niederlanden, Israel und anderen Ländern.

Nach den wirklich fachkundigen Ausführungen und dem Betriebsrundgang bedankte sich Susanne Padua mit einem Weinpräsent beim Juniorchef des Unternehmens und auch bei den Gästen für die sachliche und interessierte Teilnahme. "Es war uns hier möglich, wieder einen örtlichen Industriebetrieb und Arbeitgeber näher kennen zu lernen", war ihr Resümee.