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Die Heimat auf dem Rad erkundet
Frauen-Union machte einen Ausflug nach Weihmichl und Unterneuhausen

Radlausflug 102Bei strahlendem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen starteten die Mitglieder der Frauen-Union Altdorf am vergangenen Sonntag zu einem Familienausflug mit dem Radl. Vorsitzende Renate Zitzelsberger zeigte sich erfreut über die gute Beteiligung und gab das Startzeichen zur Fahrt in Richtung Pfettrach. Hier erklärte die Marktgemeinderätin die im Rahmen der Dorferneuerung umgestaltete Dorfmitte, mit dem neurenovierten Kriegerdenkmal, der sanierten Friedhofsmauer und der ebenfalls neugestalteten Durchgangsstraße.  Auf dem Radlweg entlang der B 299 ging es weiter durch Arth nach Weihmichl. Vor dem Haus der Begegnung empfing der CSU Ortsvorsitzende, Kreistagskollege und 2. Bürgermeister Sebastian Satzl die Gäste. Das ehemalige Schulhaus wurde in den letzten Jahren einer Gesamtsanierung unterzogen und im Juni 2001 offiziell eröffnet und beherbergt jetzt einen Kindergarten, Übungsräume für den Spielmannszug Weihmichl, den Sitzungssaal der Gemeinde, sowie das Trauungszimmer und im Dachgeschoss einen Jugendraum. Der Vorplatz ist verschönert mit dem Roider-Jackl-Brunnen. Geboren wurde der Roider Jackl im benachbarten Anwesen als 16. Kind seiner Eltern. Der berühmteste Sohn des kleinen Dorfes verließ mit 27 Jahren seinen Heimatort. Schon längst hatten ihn seine treffenden Gstanzln über die Grenzen Weihmichls bekannt gemacht. Berühmt und bekannt sind seine Auftritte auf dem Nockherberg zur Eröffnung der Starkbierzeit, wo er die politische Prominenz, ohne ein Blatt vor dem Mund zu nehmen, auf’s Korn nahm. Radlausflug 2Am 8. Mai 1975 verstarb der Roider Jackl, der in diesem Jahr 100 geworden wäre. Sein Heimatort Weihmichl setzte ihm mit dem Brunnen ein feuchtes Denkmal, auch in Anlehnung an sein Gstanzl: „Jetzt muaß’ i aufhörn zum Singa, sonst wer’ i no berühmt und kriag no a Denkmal, wo’s Wasser rausrinnt!“ Nach diesen anschaulichen Erklärungen von Sebastian Satzl radelte man gemeinsam weiter nach Unterneuhausen. Etwas versteckt steht hier die Kirche St. Laurentius, die früher zum Kloster St. Emmeram in Regensburg gehörte. Diakon Lechinger schilderte die Geschichte der Kirche. Diese schmucke Barockkirche wurde von den Grafen von Lodron gestiftet und mit kostbaren Altären ausgestaltet. Sehr eindrucksvoll erzählte  Diakon Lechinger die Legende des Heiligen Laurentius, der ebenfalls ein Diakon war. Erwähnenswert seien auch die seit 1997 stattfindenen Neujahrskonzerte in der Pfarrkirche St. Laurentius, die sich sehr großer Beliebtheit erfreuen. Gemeinsam bedankten sich Sebastian Satzl und Renate Zitzelsberger bei Diakon Lechinger für die interessanten Ausführungen , bevor die Ausflügler zur Stärkung im Gasthaus Kreitmeier einkehrten. Wieder gut zu Hause in Altdorf angekommen, waren sich nach dem gelungenen Ausflug alle einig, auch im nächsten Jahr soll wieder eine „kulturelle Radlfahrt“ ins Jahresprogramm aufgenommen werden.
LZ. v. 13.09.2006