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Wärmespeicher unter unseren Füssen Informationsabend zu Thema Geothermie direkt vom Anwender
Mit dem Erdinger Landrat des Landkreises Erding und zugleich Verbandsvorsitzenden des Zweckverbandes Geowärme Erding Martin Bayerstorfer, sowie mit Alois
Gabauer, dem Geschäftsführer der Geowärme Erding konnte der CSU-Ortsverband mit seinem Vorsitzenden Helmut Maier zwei profunde Kenner der Materie zum Thema Geothermie für einen Vortragsabend im Gasthaus
Frauenbauer gewinnen. Beide sind Verfechter und Befürworter zur Nutzung dieser zukunftsweisenden, umweltfreundlichen und vor Ort möglichen Energiequelle.
Zweiter Bürgermeister Franz Kainz, mit den CSU
-Mandatsträgern und der Ortsvorstandschaft ebenfalls überzeugt und begeistert von der geothermischen Wärmeversorgung, wies eingangs darauf hin, dass man,
nachdem man im März dieses Jahres darauf aufmerksam gemacht wurde, dass - entgegen anderslautenden Aussagen - die notwendige Wirtschaftlichkeitsberechnung nicht durch einen
Partner durchgeführt wird, man sich seitens des Ortsverbandes zunächst in Simbach am Inn über das strategische Vorgehen bei der geothermischen Nutzung informierte. Bereits im Mai war
eine weitere Abordnung beim Zweckverband Geowärme in Erding, wo man von Alois Gabauer hochinteressante Hinweise
zu dieser Technik erhielt. Erding sei ja ein Vorreiter bei der Nutzung dieser heimischen Energiequelle, konstatierte
Kainz, wenn auch dort nicht die günstigen Bedingungen Altdorfs vorliegen. Für die Nutzung der Erdwärme spricht vor
allem die Versorgungssicherheit gegenüber Öl und Gas, wo nicht nur die Preisentwicklung und die nicht
unerschöpflichen Vorräte an fossiler Energie zu Sorge Anlass geben, sondern auch vor allem die (Un)Verlässlichkeit
der Förderländer, der wachsende Fundalismus und die Beliebigkeit der politischen Führung in den Förderländern.
"Im Gegensatz dazu ist die Erdwärme nach menschlichem Ermesse unerschöpflich und vor allem ist sie unmittelbar
vor Ort vorhanden", so Kainz in seiner Vorrede. Somit sei eine grösstmögliche Versorgungssicherheit gegeben.
"Wenn man schon die Möglichkeit wie Altdorf hat, so meine ich" schloss der zweite Bürgermeister seine
Ausführungen, "gehört es zu den Pflichten einer guten Kommunalpolitik, das Bestmögliche zu veranlassen und zu
tun, um eine sichere und langfristig gesehen günstige Wärmeversorgung aufzubauen. Wir, die CSU-Fraktion, der
Ortsverband und ich werden uns auch in Zukunft mit allem gebotenen Nachdruck für die Nutzung dieses Naturgeschenks einsetzen!"
Wie dann Landrat Martin Bayerstorfer
ausführte, entwickelt sich Erding zum grössten Thermalbad Europas und weiter zum grössten Geothermieprojekt Deutschlands. Ein Rückblick auf die geschichtliche und wirtschaftliche Entwicklung des
Projekts Warmwassernutzung seit 1983 vervollständigte die Ausführungen Bayerstorfers, der abschliessend an die Versammlung seinen Appell richtete: "Nehmen sie das Thema
Geothermie sehr ernst, auch im Interesse der nächsten Generationen!"
Geschäftsführer Alois Gabauer schilderte in seinem Referat ausführlich die Entwicklung in Erding
und die Zusammenarbeit mit deren Partner, der STEAG Saar Energie AG zum Betrieb der Fernwärmeversorgung, sowie das Betreiberprojekt im Überblick. Auch er betonte, dass die in der
Erde gespeicherte Energie schier unerschöpflich ist. "Sie steht unabhängig von Tages- und Jahreszeit oder den
herrschenden Klimabedingungen zur Verfügung. Die heute entwickelten Technologien ermöglichen es, diese
Ressourcen praktisch überall zu nutzen. Geothermie sei immer verfügbar, ist immer in der benötigten Menge
vorhanden, und dies rund um die Uhr. Ausserdem schont sie Umwelt und Klima und muss nicht über lange Strecken
heran transportiert werden. "Geothermie ist Energie vor Ort", stellte Gabauer fest. In seinen weiteren Ausführungen
ging der Redner auf wichtige technische und wirtschaftliche Voraussetzungen zum Projekt Geothermie ein und
konnte somit dem CSU-Ortsverband auch wertvolle Hinweise zur weiteren Vorgehensweise geben. Dazu zählt der
Aufbau einer sicheren Abnehmerstruktur ebenso wie die grundsätzliche Ausstattung von Neubaugebieten mit
Fernwärmeleitungen. Man solle mit kleinen, jeweils in sich wirtschaftlichen Einheiten beginnen und falls
wirtschaftlich sinnvoll, dann zu einem grossen Netz zusammenschliessen. Notwendig sei aber der politische Wille,
diese alternative Energieform mittel- und langfristig aufbauen zu wollen. Wichtig seien innovative Partner aus dem
Fernwärmebereich, Planer, die in erster Linie die Wirtschaftlichkeit des Gesamtprojektes im Auge haben und faire
Verträge mit den Partnern, die alle Beteiligten wirtschaftlichen Erfolg sichern. Das Engagement und der Einsatz der
Verantwortlichen sei in alle Richtungen unumgänglich, meinte Gabauer. Dazu gehöre unter anderem auch die
Ausschöpfung von Fördermitteln, die Nutzung aller Einsparpotentiale oder die ortskundige Akquisition.
Vorteile für den Anwender seien neben den bereits geschilderten Möglichkeiten, der Wegfall von Öltanks
, Heizgeräten oder auch eines Kamins, stellte Gabauer abschliessend vor der folgenden Diskussion fest. Deutlich wurde aber an diesem Abend, so auch Ortsvorsitzender Helmut Maier in
seinem Schlusswort, dass zwei engagierte Verfechter der Geothermienutzung zum Thema sprachen und dabei beim CSU-Ortverband und vor allem bei den Verantwortlichen auf grossen und
begeisterten Zuspruch stiessen. Auch Maier versprach, für ihn und den Ortsverband sei Geothermie mehr als nur aktuelles Thema, gilt es doch dieses "Geschenk der Natur zu
unseren Füssen" einer möglichst effizienten Nutzung zuzuführen. Gerade die auffällige Anormalie einer nicht tiefen Lage des warmen Wassers im
Bereich des Marktes bedingt eine Fortführung der intensiven Bemühungen zur Nutzung dieser Energiemöglichkeit
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