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Sich aktiv für alle Senioren engagieren CSU appelliert für Eintragung in Delegiertenliste - Vortrag von Hans Biberger
Der Marktgemeinderat hat mehrheitlich beschlossen, einen Seniorenbeirat im Markt wählen zu lassen. So wurden alle Bürger ab den 60. Lebensjahr aufgerufen,
sich in die dafür - und vor allem duch die CSU-Marktgemeinratsmitglieder angeregte - Delegiertenliste bis 31. Dezember einzutragen. Die Wahl erfolgt dann demokratisch in einer Delegiertenversammlung.
Um interessierte Bürger über Aufgaben, Ziele und Möglichkeiten einer derartigen Institution zu
informieren, organisierte der CSU-Ortsverband mit der Frauen-Union einen Vortragsabend im Gasthof Wadenspanner mit dem Seniorenbeauftragten der Gemeinde Kumhausen Hans Biberger, wo es seit
dem Jahr 2003 bereits einen Seniorenbeirat gibt. In seinem Referat ging der Redner zunächst auf die demographischen Veränderungen ein, welche eine Zunahme an Senioren
belegen. "Ganz besonders von Bedeutung ist, dass die Zahl hochbetagter Menschen über 80 Jahren
dramatisch ansteigt", führte Biberger aus. Doch sei es nicht die Demographie allein, die unsere Gesellschaft
verändert. Die Familien werden kleiner, die Einpersonenhaushalte und kinderlosen Partnerschaften nehmen dramatisch zu, die Scheidungszahlen steigen. Mobilität verändert unser Zusammenleben, viele
zwischenmenschliche Kontakte können nicht mehr im alltäglichen Miteinander vor Ort, sondern höchstens
über die Möglichkeiten der technischen Kummunikation auftrecht erhalten werde. Die wirtschaftliche Lage der
heutigen Seniorengeneration ist insgesamt, im Vergleich vom statistischen Mittel im Vergleich zu früheren
Generationen, sehr gut, der Bildungsstand unserer Senioren steigt beständig an. Eng damit verbunden haben
die meisten Älterwerdenden verstanden, dass beim Ausscheiden aus dem aktiven Erwerbsleben oder beim Auszug der Kinder ein wichtiger Lebensabschnitt, ein "drittes Lebensalter" vor ihnen liegt.
"Diese Veränderungen müssen auch zu einer Veränderung der seniorenpolitischen Ansätze führen", plädierte
der Kumhausener Gemeinderat für einen Seniorenbeirat auf kommunaler Ebene. Nach seinen Aussagen basiert die Seniorenpolitik der Zukunft im Wesentlichen auf drei Säulen: mehr Prävention zur Verhinderung
von Pflegebedürftigkeit, eine deutliche Stärkung des ambulanten Bereichs und ein Miteinander aller
Beteiligten. Dazu gehören "Vernetzung" ebenso, wie "Bürgerschaftliches Engagement". Nach Bibergers
Meinung gibt es sicher viele Bürger, die sich freiwillig beteiligen wollen und diese treffen gerade im Bereich
der Altenhilfe auf eine Fülle verschiedener Betätigungsfelder. Dabei könne jeder seine persönlichen
Neigungen und Fähigkeiten einbringen. Die Schaffung eines Seniorenbeirats sei hierfür das eindeutig beste
Beispiel. Durch deren vorbildliches Engagement wird möglichst vielen älteren Gemeindebürgern Hilfe zuteil, betonte der Referent.
"Heute erfordert das Engagement der Gemeinden eine aktivere Seniorenarbeit", konstatierte der Redner.
Ältere wollen etwas für ihre Gesundheit tun und ihre geistigen Fähigkeiten stärken. Sie wollen vor allem
gebraucht werden und ihre Hilfe für alle Generationen zur Verfügung stellen. Sie haben einen Schatz an Lebenserfahrung und Wissen, den die Gemeinde braucht. Dies sei alles mit zu bedenken. Die Zeiten der
Grossfamilien, wo man sich um die Älteren kümmert, sind leider fast vorbei - der Trend geht zum Singlehaushalt und, spätestens wenn der Ehepartner verstorben ist, zur Vereinsamung. "Deshalb sollen
Senioren aktiv am Leben teilnehmen können und durch entsprechende Bildungs-, Gesundheits-, Freizeit- und
Begegnungsmöglichkeiten Angebote erhalten", skizzierte Biberger einen Teil der Aufgaben zur Umsetzung dieser Ziele eines Seniorenbeirats auf Marktebene. Als Möglichkeiten nannte er unter anderem,
Computerkurse, Fitnesskurse, Rückengymnastik, spezielle Seniorengymnastik, Seniorenfahrten, Besichtigung seniorenspezieller Einrichtungen zur Information und gezielte themenrelevante Vorträge.
"Mit der Gründung eines Seniorenbeirats im Markt Altdorf muss man aber erst einmal den Grundstein für
diese Möglichkeiten legen", so die abschliessenden Ausführungen im Vortrag. Man lege damit eine Basis für
aktive Seniorenarbeit, die dann auch koordiniert durchgeführt werden kann. Deshalb appellierten nach einer Diskussion mit den Besuchern des Abends dann auch zweiter Bürgermeister Franz Kainz und Frauen
-Unionsvorsitzende Renate Zitzelsberger an die Versammlung, sich in die Delegiertenliste nicht nur einzutragen, sondern auch im Bekanntenkreis dafür zu werben. "Wie schon erwähnt, sprach sich die
Mehrheit im Marktgemeinderat für die Bildung eines Seniorenbeirats in Altdorf aus und unsere Fraktion steht
voll hinter dieser Institution zum Wohl unserer älteren Mitbürger", so Kainz, der im Seniorenbeirat auch einen
wichtigen und kompetenten neutralen Ansprechpartner, neben eventuell bereits bestehenden Vereinen, sieht, der sich um die Belange aller Senioren im Markt kümmern könnte.
Anhang: Foto - CSU-Ortsvorsitzender Helmut Maier dankte dem Referenten des Abends Hans Biberger mit
einem Buch über Altdorf ebenso wie 2. Bürgermeister Franz Kainz und FU-Vorsitzende Renate Zitzelsberger.
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