|
Kreuzung muss entschärft werden CSU-Fraktion und Ortsvorstandschaft auf Ortsbesichtigungen
Man könnte es die unendliche Geschichte nennen, die Verkehrssituation an der Einmündung Thüringerstraße – Äußere Parkstraße. Seit vielen Jahren bemühen sich
der Landkreis Landshut und der Markt Altdorf an diesem neuralgischen Verkehrsknoten um eine für alle Verkehrsteilnehmer optimale Lösung.
Nachdem zunehmend Beschwerden von betroffenen Anwohnern und Verkehrsteilnehmern sowohl im Hinblick auf
Lärmbelästigung als auch bezüglich der Verkehrssicherheit vorgebracht werden, hat das Kreisbauamt als momentan mögliche „Notlösung“ eine Fussgängerampel im Bereich der dortigen Bushaltestellen vorgesehen.
Die beiden Mitglieder des Kreistages, Renate Zitzelsberger und Georg Finsterhölzl – insbesondere dieser als
Mitglied des Tiefbauausschusses, informierten bei der Ortsbesichtigung eingehend über das angedachte Vorhaben.
Finsterhölzl machte dabei deutlich, dass von Seiten des Kreistiefbauamtes nach wie vor ein Verkehrskreisel als
bestmögliche Lösung angesehen wird. Der Leiter der Tiefbauabteilung, Mathias Huber, hat zumindest die Hoffnung
noch nicht aufgegeben, dass doch noch diese optimale Kreisellösung zur Ausführung kommt, führte er aus. Zweiter
Bürgermeister Franz Kainz stellte dazu fest, dass man schon seit einigen Jahren diese Lösung favorisiere, aber der
Ansatz an den bürokratischen Hürden, die vom Besitzer der dort durchlaufenden Bahnstrecke – der DB-Netz AG,
beziehungsweise der Bayernbahn GmbH – aufgebaut werden, bisher scheiterte. Diese nicht nachvoll-ziehbaren
Forderungen würden Mehrkosten von 200.000 bis 250.000 Euro verursachen. Mehrkosten in ähnlicher Höhe würden aber auch bei der zwischenzeitlich angedachten Verkehrsregelung mit Ampelschaltung anfallen.
Kainz sagte, man kann keinem Menschen vermitteln, dass bei der bekannten Streckenauslastung von nur wenigen
Zügen im Jahr ein Standart wie bei einer Schnellbahnstrecke gefordert wird. „Anderswo werden Strecken stillgelegt,
wenn sie sich nicht mehr rechnen und bei uns werden utopische Anforderungen für Hobbyfahrten gestellt!“ Kainz
verwies darauf, dass die Parkstraße täglich mit etwa 14.000 und die Thüringerstraße mit mehr als 3.000 Fahrzeugen
belastet ist und dies insbesondere für Fussgänger und vor allem für Kinder beim Überqueren eine grosse Unfallgefahr
darstelle. Er plädierte daher, die Fussgängerampel vorübergehend als „Notlösung“ einzurichten, aber gleichzeitig
nochmals nachhaltig alles in Bewegung zu setzen, um letztendlich eine für alle optimale Lösung zu erreichen. „Wir
werden an den Bayerischen Wirtschaftsminister Erwin Huber herantreten und ihn um seine Unterstützung in dieser Sache bitten“, so Kainz.
Auch CSU-Fraktions- und Ortsvorsitzender Helmut Maier plädierte für diese vorübergehende Lösung und wies
zugleich darauf hin, dass sich die Verkehrszunahme auch im Hinblick auf den dort angesiedelten Wertstoffhof der
Stadt Landshut noch erhöhen wird. Als Tiefbauingenieur und Abteilungsleiter bei einem Straßenbauamt, kann er nur die Kreisellösung empfehlen.
Eine weitere Ortsbesichtigung führte anschliessend zum künftigen Kreuzungsbereich Opalstraße – Münchnerauer
Straße. Hier erläuterte Georg Finsterhölzl, dass vom Kreisbauamtsleiter, Mathias Huber, eine Kreislösung
vorgesehen wird, um von Anfang an eine grösstmögliche Verkehrssicherheit herzustellen. Dies wurde von den Teilnehmern überaus positiv bewertet.
|