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Ministerpräsident
Horst Seehofer

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Sommerempfang 2001

Verbraucherschutz hat Priorität
Staatssektretärin Erika Görlitz sprach beim CSU-Sommerempfang.

Schon zum vierten Mal lud der CSUOrtsverband zu seinem Sommerempfang, der nun sicher zum festen Bestandteil im Ortsgeschehen gehört. Als Rednerin wurde heuer die Staatssekretärin im Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit, Ernährung und Verbraucherschutz Erika Görlitz gewonnen und Gäste aus Altdorf und dem Landkreis gaben der Veranstaltung einen entsprechenden Rahmen. In ihrem äußerst engagierten Referat sprach sich die Festrednerin für eine Erhöhung der Verbrauchersouverenität aus, für Konzepte, die man gemeinsam mit der Landwirtschaft realisieren möchte.

Staatssekretärin Erika Görlitz bei ihrem Vortrag

Ortsvorsitzender Georg Finsterhölzl und FUVorsitzende Renate Zitzelsberger konnten eingangs neben der Staatssekretärin Erika Görlitz vor allem MdB Dr. Wolfgang Götzer, MdL Josef Eppeneder, Landrat Josef Neumeier und seine beiden Stellvertreter, sowie den 1. Bürgermeister der Gemeinde, Josef Sehofer und 3. Bürgermeister Franz Kainz und zahlreiche Gemeinderäte und Gäste aus Landshut und den Nachbargemeinden begrüßen. Ein besonderer Gruß galt der Frauenunion aus Berg in der Oberpfalz, die ebenfalls den Altdorfer Sommerempfang der CSU besuchten. Dieser Empfang", so Finsterhölzl, sei ein weiterer Schritt gemäß dem Motto "Die CSU näher am Menschen", denn die Veranstaltung bot bei einem abschließenden Imbiss die Möglichkeit zu ausführlichen persönlichen Gesprächen mit den Mandatsträgern.
"Während wir nicht zuletzt auch durch gute Präventionsarbeit und strenge Sicherheitsmaßnahmen von MKS verschont geblieben sind, hat uns die BSEKrise hart getroffen", so Staatssekretärin Erika Görlitz im Hauptreferat des Abends.
Abgesehen von den wirtschaftlichen Schäden, die in die Milliarden Höhe gingen, sei vor allem ein enormer Vertrauensverlust der Verbraucher zu verzeichnen.
Auf diese Krise habe Bayern zum einen mit der Gründung des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit, Ernährung und Verbraucherschutz reagiert und damit dem Verbraucherschutz besondere Priorität eingeräumt. Außerdem sehe die Verbraucherinitiative 245 Millionen DM für höhere Lebensmittelsicherheit und eine Umstrukturierung der Landwirtschaft vor. Die Bundesregierung halte sich dagegen entgegen den großen Ankündigungen  zurück und gebe nur halb soviel Geld wie Bayern allein.
"Unser Ziel ist es", so Görlitz, "das Verbrauchervertrauen neu aufzubauen. Dabei sind aber alle gefordert, Politik, Erzeuger, Handel und der Verbraucher selbst". Zu koordinieren seien die Wünsche des Verbrauchers mit der Leistungsfähigkeit unserer Landwirtschaft.
Dieses Ziel könne nur mit europaweiten wirtschaftlichen, technischen und ethnischen Standards erreicht werden, meinte die Staatssekretärin. Bayern fordere deshalb unter anderem eine Begrenzung der Tiertransporte auf maximal vier Stunden. Außerdem gehöre Tiermehl, das als BSEHauptauslöser gilt, vollständig vom Markt. Dazu gehöre ferner eine Verbesserung der Haltungsbedingungen. Bayern fördere deshalb auch Investitionen in diese Haltungssysteme mit 150 Millionen DM.

"Verbraucherschutz heißt für uns auch Information des Verbrauchers", so Erika Görlitz. Das beinhaltet eine umfassende Kennzeichnung der Lebensmittel. "Was drin ist, muss auch drauf stehen und was drauf steht, muss jeder verstehen!"
Aber auch der Verbraucher selbst sei gefordert. Hier seien Anspruch und Konsumverhalten nicht immer deckungsgleich. Währen 80 Prozent der Bevölkerung Käfighaltung von Hühnern ablehnen, kaufen nur 20 Prozent teurere Eier aus artgerechter Haltung, sei nur ein Beispiel. Qualität fordere aber einen gerechten Preis bei allen Lebensmitteln.
"Wir alle wollen sichere Lebensmittel und Produkte", schloss Görlitz und appellierte an die Gäste des Sommerempfangs: "Lassen Sie uns deshalb aktiv an unserer Zukunft bauen und gemeinsam einen Beitrag dazu leisten!"
Der sich anschließende Stehempfang bot dann Gelegenheit für persönliche Gespräche mit der anwesenden Politprominenz, Fragen und Anregungen anzusprechen und die große Zahl der Besucher machte davon regen Gebrauch. Selbst Themen wie das Dosenpfand oder der bayerische Weg für die Kohorten und gegen die Herdenkeulung wurden heftigst diskutiert. Hauptthema aber auch in der Diskussion war die Verbraucherpolitik innerhalb der Europäischen Union, die Anliegen der Landwirtschaft und deren Wettbewerbssituation innerhalb der Gemeinschaft.

Eintrag in das goldene Buch der Gemeinde ALTDORF

CSU - Ortsvorsitzender Georg Finsterhölzl und FU - Vorsitzende Renate Zitzelsberger bedanken sich bei der Referentin mit einem Buchskranzerl und einem Geschenk

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