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Neue Führung, aber bewährtes Team

CSU  Ortsverband wählte Helmut Maier zum Vorsitzenden

Altdorf. Da Georg Finsterhölzl bereits angekündigt hatte, bei den Neuwahlen zur CSU-Ortsvorstandschaft nicht mehr für das Amt des Vorsitzenden zur Verfügung zu stehen, war das Interesse an der Jahreshauptversammlung in den "Altdorfer Stuben" entsprechend groß. Bei dieser gut besuchten Veranstaltung wählte dann die Versammlung Dipl. Ing. Helmut Maier einstimmg zum neuen Vorsitzenden des CSUOrtsverbandes. Anton Stanglmayr, Susanne Padua und Wolfgang Huber sind seine Stellvertreter.

Nachdem bereits mit Susanne Padua bei der FrauenUnion und mit Susanne Glaser bei der Jungen-Union jeweils eine neue Vorsitzende gewählt wurde, steht dem örtlichen CSU-Verband nun eine verjüngte und zielstrebige Führungsspitze vor und ihnen zur Seite eine bewährte Vorstandschaft aus den bisherigen Führungsgremien.
In seinem Rechenschaftsbericht, der den Neuwahlen vorherging, konnte Georg Finsterhölzl nicht nur auf eine äußerst aktive Legislaturperiode zurückblicken, vielmehr ließ er kurz auch seine achtjährige Tätigkeit seit 16. März 1995 als Ortsvorsitzender Revue passieren. So fiel in diese Zeit die Schaffung des Altdorfer Sommerempfangs, der letztes Jahr bereits zum fünften Mal durchgeführt wurde und zu einer festen Einrichtung im Jahreslauf wurde. Ebenfalls gefeiert wurde in seiner Amtszeit das 25 und 30jährige Jubiläum des Ortsverbandes, sowie das 20jährige Bestehen der FrauenUnion.
Seine letzte Amtszeit wurde geprägt durch den Kommunalwahlkampf mit zahlreichen Veranstaltungen und dem Erfolg, dass Franz Kainz zum 2. Bürgermeister gewählt und die CSU mit zehn Sitzen stärkste Gemeinderatsfraktion wurde. Besonders hob Finsterhölzl in seinen Ausführungen die Benefizveranstaltung der Hausmusik Halbinger zugunsten der Hochwassergeschädigten im Landkreis Cham hervor. Eigentlich war damals eine Wahlveranstaltung mit Dr. Wolfgang Götzer, MdB in Altdorf geplant, doch forderte die aktuelle Situation ein Umdisponieren. Zu den Aktivitäten im letzten Jahr gehörten auch die Infostände der CSU zur Bundestagswahl sowie die traditionelle Theaterfahrt des Ortsverbandes nach München, wie immer bestens organisiert von Gemeinderat Bruno Müller.

Während der Stimmenauszählung bei den einzelnen Wahlgängen zur Ortsvorstandschaft nahmen dann Kreisvorsitzender und stellvertretender Landrat Josef Seidl und 2. Bürgermeister Franz Kainz die Gelegenheit wahr, um kurz über die Kreis und Kommunalpolitik zu informieren. In seinem Referat zu Themen des Landkreises stellte Seidl drei Punkte in den Vordergrund, die von aktueller Bedeutung geprägt sind: Bildung, Abfallwirtschaft und Gesundheitspolitik.Die Verantwortung für die Schulen sei ein besonderer Schwerpunkt der Landkreispolitik und man bemühe sich zur Zeit um Lösungen zur Problematik der Schülerkosten, muss doch der Landkreis auch für Schüler von dort, die aber Landshuter Schulen besuchen, die Lasten tragen. Allein im Gymnasium Seligenthal kommen rund zwei Drittel der Schüler aus dem Umland und nur ein Drittel aus der Stadt. Dies gilt aber auch für andere Schularten ähnlich, wie zum Beispiel die Berufsschulen. Hier strebt man nun die Gründung eines Zweckverbandes an, um die Problematik in den Griff zu bekommen. Finanziell schlagen zusätzlich noch der Bau des pädagogischen Förderzentrums in Ergolding und die Erweiterung der Realschulen zu Buche.
Ein weiteres Problem gilt es im Bereich Abfallwirtschaft zu lösen. Die Müllverbrennungsanlage wäre nachzurüsten oder gar neu zu bauen, was beides mit sehr hohen Kosten verbunden ist, und so sucht man nach Lösungen unter anderem zur Entsorgung durch andere Anbieter oder eventuellen Neubau durch freie Unternehmer.
Die Gesundheitsreform bedeutet auch für den Landkreis zusätzliche Schwierigkeiten und Kosten, so der Kreisvorsitzende. Zum Teil kräftige Zuschüsse für die Krankenhäuser seien in der Stadt und im Kreis erforderlich und man habe sich nun als Ziel eine bessere Kooperation in dieser Sache mit der Stadt Landshut gesetzt. Eine optimalere Nutzung und eine Verbesserung des Angebots für die Bürger möchte man anstreben.

Zweiter Bürgermeister Franz Kainz informierte danach die Versammlung zu aktuellen Themen der Kommune und listete dabei Maßnahmen und Kosten, auf, die seit der letzten Wahl abgeschlossen oder in Angriff genommen wurden. Dies sind unter anderem die Erschließung "Schwarzleiten" in Pfettrach, die Friedhoferweiterung in Altdorf, der Hochwasserschutz in Eugenbach, Ganslberg und Altdorf selbst, die Sanierung der Grund und Hauptschule, die gemeindliche Halle am Bauhof, die Erweiterung des St. JosefKindergartens, die Anschaffung eines Drehleiterfahrzeuges und die dadurch erforderliche Erweiterung des Gerätehauses der FFW sowie der Umbau und die Sanierung des Sportgeländes in Altdorf.
Obwohl auch Altdorf nicht eine Insel der Seligen sei", erwartet Kainz einen durchaus soliden Haushalt 2003, der entsprechende erforderliche Investitionen erlauben wird. Dazu gehört die dringend notwendige Errichtung eine ZweifachTurnhalle. Straßensanierungen können aber nur noch durchgeführt werden, wo dies unbedingt notwendig ist. Schließlich sei der Haushalt 2003 gezeichnet von niedrigeren Steuereinnahmen und höheren Umlagen , sicher eine Folge der vom Bund geprägten Steuerungerechtigkeit. Damit liegt auch Altdorf im Sog der allgemeinen Entwicklung.
In seinen Ausführungen betonte Kainz besonders die hochgesteckten Ziele des CSUOrtsverbandes anlässlich der letzten Wahl. Zufrieden aber konnte er feststellen, dass bereits viel davon in Angriff genommen und abzuarbeiten begonnen wurde. Dies betrifft die Verkehrssituation an der Autobahnabfahrt und den Anschluss nach Pfettrach, die Fuß und Radwegverbindung zwischen Pfettrach und Altdorf, den hundertjährigen Hochwasserschutz für Eugenbach und Altdorf Informieren konnte der 2. Bürgermeister auch zur Situation wegen Nordund Südumgehung, wo man im Moment in einer "rechtlichen Warteschleife" stehe und eine Vorhersage nicht treffen könne. Beim geplanten Bau eines Kreisels an der Thüringerstraße plädierte Kainz für eine rechtzeitige Lärmberechnung für die Anlieger, um späteren Ärger zu vermeiden. Eine moderate Ausweisung von Baugebieten ist Kainz und der CSU ein besonderes Anliegen.

Viele Mitglieder waren zu der Ortshauptversammlung in den “Altdorfer Stuben” gekommen.

"Stehen wir zusammen in dieser sicherlich schwierigen Zeit und halten wir uns an einen Ausspruch des römischen Kaisers Augustus", so der 2. Bürgermeister an die Versammlung: ".Wer aufgibt wird nie Sieger, doch ein Sieger gibt nie auf!."  


Der neugewählte Ortsvorsitzende Helmut Maier bedankte sich für das ausgesprochene Vertrauen und beendete die Versammlung.