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30 Jahre CSU Ortsverband und 20 Jahre Frauen-Union = 50 Jahre!!! Eine etwas andere Geburtstagsfeier
Viel über Geschichte der „Jubilare“ erfahren – Festredner Horst Seehofer musste absagen.
Altdorf. Gemeinsam bringen sie es auf ein halbes Jahrhundert. Vor 30 Jahren wurde der CSU Ortsverband aus der Taufe gehoben, vor 20 Jahren der Ortsverband der Frauen-Union. Grund genug
für die Christlich Sozialen, am Mittwoch abend zu einer Jubiläumsfeier in den Bürgersaal einzuladen. Als Festredner sollte der stellvertretende Parteivorsitzende und stellvertretende Fraktionssprecher
der CDU/CSU Bundestagsfraktion, Bundesgesundheitsminister a. D. Horst Seehofer, MdB fungieren.
Doch der Ingolstädter musste kurzfristig wegen eines Todesfalles in der Familie absagen. So gab es am Mittwoch eine etwas andere Geburtstagsfeier. Die Gäste erfuhren viel
Positives aus der Geschichte der beiden Ortsverbände.
Der Ortsvorsitzende Georg Finsterhölzl und die FU-Vorsitzende Renate Zitzelsberger
„Wir wollten die Veranstaltung nicht mehr absagen“, erklärte CSU-Vorsitzender Georg Finsterhölzl und versicherte, dass man den Abend
unterhaltsam gestalten werde. Durch das Programm führte FU Vorsitzende Renate Zitzelsberger, die wichtige Wegbegleiter der vergangenen Jahre zu Wort kommen ließ.
Der CSU Ortsverband wurde am 12. Mai 1971 von 12 Bürgern gegründet. Man habe ein Gegengewicht zum SPD Ortsverband, der schon
einige Zeit bestand, bilden wollen, berichtete Franz Wilhelm, Gründungsvorsitzender und langjähriger Bürgermeister von Altdorf. Auf
Kreisebene war die CSU damals längst aktiv, nun sei es an der Zeit gewesen, Ortsverbände zu gründen. „Und die sind damals wie
Schwammerl aus dem Boden geschossen“, erinnerte sich Wilhelm. Vorbild für „uns Junge“ war Sebastian Preißer, der seit 1952 im
Kreistag saß und von 1972 bis '84 stellvertretender Landrat war, berichtete Wilhelm. Mittlerweile ist Preißer Ehrenbürger der Gemeinde
Altdorf. Erstes Hauptziel nach der Gründung war die Mitgliederwerbung. Nach acht Monaten waren es bereits 31 Mitglieder. 1972 wurde
Sebastian Preißer zum ersten hauptamtlichen Bürgermeister gewählt. Die CSU stellte 13 der 20 Gemeinderäte und von da an auch 24
Jahre lang den 1. und den 2. Bürgermeister. „Wenn ich erzählen würde, was mein Vorgänger alles geleistet hat, würde dies den ganzen
Abend füllen“, meinte Wilhelm: „Sebastian Preißer war als väterlicher Freund immer mein Vorbild und ich habe versucht, seinen Weg weiter zu gehen.“
Der Gründungsvorsitzende und langjährige Bürgermeister
(1984 bis 1996) Franz Wilhelm bei seinen Ausführungen
Franz Wilhelm stand 20 Jahre an der Spitze des CSU Ortsverbandes. Mitstreiter der ersten Stunde waren Josef Brunnermeier, Hans Sirtl,
Josef Kolmhuber und Hubert Wagner, die dem CSU Kreisverband 45, 35 bzw. 30 Jahre angehören und unter den Gästen waren. Von 1991
bis '95 war Willi Gürtner Vorsitzender, der dann im Vorfeld der Bürgermeisterwahlen 1996 zu den Freien Wählern übergetreten ist. Georg
Finsterhölzl führt den CSU Ortsverband nun seit rund sechs Jahren. Zehn Jahre nach der Gründung der Altdorfer CSU wurde am 21. Mai
1981 die Frauen-Union aus der Taufe gehoben. Elf Damen wählten seinerzeit Gerda Bachmann zur Vorsitzenden. Elisabeth Wagner, die
seit 1972 bereits dem Gemeinderat angehörte, war selbstverständlich unter den Grünungsmitgliedern. Die damalige Kreisvorsitzende Rita
Schmalhofer und Ingeborg Pongratz, Stadtverbandsvorsitzende gaben Schützenhilfe. . 
Ingeborg Pongratz erzählte aus den Anfangsjahren der FU-Altdorf
Die ersten 10 Jahre leitete Gerda Bachmann die Geschicke der Frauen
-Union. Es war der jeweiligen Vorstandschaft immer ein großes Anliegen die FU als eine Arbeitsgemeinschaft der CSU aufzubauen.
Durch vielfältige Veranstaltungsangebote wurden die Frauen an die Politik herangeführt. Vor allem aktuelle Ereignisse nahmen einen
breiten Raum der Informationen ein. So sei im ersten Jahr die "Gesamtschule" ein brisantes Thema gewesen, heute ist die
Ganztagsbetreuung in aller Munde, sagte Renate Zitzelsberger, die seit Januar 1991 FU Vorsitzende ist. Ein wichtiges Anliegen der
Frauen war laut Zitzelsberger der Bau eines Seniorenheims, "nun haben wir eines". Ebenfalls verwirklicht wurde durch einen einstimmigen
Beschluss des Gemeinderates die langjährige Forderung nach einem Kinderhort.
Der Bücherflohmarkt in der Grundschule, den es seit 1991 gibt, ist eine Initiative der FU. Renate Zitzelsberger ist die Ideengeberin für den
Sommerempfang, der von der Bevölkerung sehr gut angenommen wird. Wenn wir nicht nur zurück-, sondern auch nach vorne schauen, stehen wir im Vorfeld der Kommunalwahlen 2002. Der Ortsverband hat mit
großer Geschlossenheit vor zwei Wochen Franz Kainz zum Bürgermeisterkandidaten nominiert. Eine gesunde Mischung und kompetente
Personen stellt die 24 Personen umfassende CSU-Gemeinderatsliste dar, so Renate Zitzelsberger. Des weiteren kandidieren vier der Bewerber auch auf der Kreistagsliste der CSU..
Seit einigen Monaten sind der CSU Ortsverband und die Frauen-Union mit einer eigenen Homepage im Internet vertreten, um auch dieses Medium für den Kontakt
zum Bürger zu nutzen. Getreu dem Motto:"CSU näher am Menschen”.
Klaus Janssen stellt die Homepage vor
"FU und CSU sind in Altdorf eine großartige Gemeinschaft", betonte CSU Kreisvorsitzender
Josef Seidl. Auch wenn die Parteipolitik auf kommunaler Ebene eine untergeordnete Rolle spiele, sei es doch das Markenzeichen einer Volkspartei, Farbe zu bekennen.
FU Bezirksvorsitzende Ingeborg Pongratz und stellvertretende FU Kreisvorsitzende Anna Wolfsecker waren voll des Lobes für den FU Ortsverband. Er sei einer der aktivsten in
Niederbayern beziehungsweise im Landkreis Landshut. MdB Dr. Wolfgang Götzer war schon zu seinen politischen Anfangszeiten ein gern
gesehener Gast bei den Altdorfer Christ Sozialen. Götzer bezeichnete die CSU als erfolgreichste Bürgerinitiative in Deutschland Er würdigte die familiäre, praktische Arbeit im Altdorfer Ortsverband.
Als Vertreter der dritten kommunalen Ebene beglückwünschte Bezirkstagspräsident Manfred Hölzlein die Jubelverbände. Er könne sich
noch sehr gut an die Zeit der Gebietsreform erinnern. Da die Stadt Landshut auf eine Eingemeindung von Altdorf, Ergolding und
Kumhausen zu Gunsten eines Ringlandkreises verzichtet habe, sei die Selbstständigkeit möglich geworden. Die Altdorfer CSU sei einen guten Weg gegangen, zeigte sich Hölzlein überzeugt.
“Ohne Sebastian Preißer würde ich nicht als Landrat vor ihnen stehen", erklärte Josef Neumeier. Preißer habe ihm den Weg zum
stellvertretenden Landrat frei gemacht, als er 1985 nach dem Tod von Landrat Hans Geiselbrechtinger zu seinen Gunsten auf einen Stellvertreterposten im mittleren Landkreis verzichtet habe.
Als Hausherr beglückwünschte SPD Bürgermeister Josef Sehofer CSU und FU zum Jubiläum. Er habe keine Berührungsängste mit der
anderen Partei und die Zusammenarbeit klappe problemlos, meinte das Gemeindeoberhaupt.
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Die Ehrengäste
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