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Lebenserfahrung

"Lebenserfahrung soll man nutzen"
CSU-Ortsverband lud zu Seniorennachmittag

Es war ein Versprechen schon vor den letzten Wahlen, das jetzt vom CSU-Ortsverband realisiert wurde. Ein Nachmittag für die Senioren des Marktes sollte der Information, dem Kennenlernen und der Geselligkeit dienen. Wie Ortsvorsitzender und zweiter Bürgermeister Helmut Maier betonte, werde zukünftig einmal jährlich eine derartige Veranstaltung durchgeführt.

LebenserfahrungIn seiner Begrüßung freute sich Maier über den überaus guten Besuch. Neben den CSU-Mandatsträgern und Vorstandsmitgliedern des Marktes mit Geschäftsführer Klaus Janssen an der Spitze, den Vertretern der Kirchen, den Seniorenbeauftragten und dem Vorstand des kommunlaen Seniorenbeirats mit Vorsitzenden Udo Schneider, galt der besondere Gruß Bürgermeister Franz Kainz, der aus Sicht der Gemeinde zu seniorenspezifischen Themen an diesem Nachmittag Stellung nahm.

"Wo früher das Alter vielleicht begonnen haben mag, fängt heute ein ganz neuer und dynamischer Lebensabschnitt an, der geprägt ist vom Selbstbewusstsein und einer riesigen Lebenserfahrung", so Franz Kainz einleitend. "Und genau diese Lebenserfahrung ist für uns alle von einem ungeheueren Wert". Man könne es sich nicht leisten, Kenntnisse und Erfahrungen, die in langen Lebens- und Berufsjahren erworben wurden, nicht mehr abzurufen und es sei für die Gesamtgesellschaft ein unverzichtbarer Erfahrungsschatz, über den ältere Menschen in hohem Maße verfügen.

Kritisch äußerte sich der Bürgermeister zur Rentendiskussion, die ihm zunehmend am sozialen Verhalten unserer hohen Politik im Allgemeinen und unseren Wirtschaftsführern im Besonderen zweifeln lässt. Deutschland, so hört man fast schon gebetsmühlenartig, könne sich keine Erhöhung der Renten leisten. Doch umso erstaunlicher dann die rasche Garantieerklärung der Bundesregierung in Milliardenhöhe bei den "Zockerorgien" der Banken. Man könne fast den Eindruck haben, so Kainz, es werde unterschwellig versucht, der Rentnergeneration ein schlechtes Gewissen einzureden. Genau der Generation also, die nun wirklich im Leben nichts geschenkt bekommen hat, die einen oder gar zwei Weltkriege durchlitten hat, die mit all den damit verbundenen Schrecken, der Not und schlimmsten Schicksalschlägen fertig werden musste, die ein Land aus Trümmern unter widrigsten Umständenwieder aufgebaut hat, mit harter Arbeit, unerschütterlichem Optimismus und unbeugsamen Willen.

Mit Sachstandsberichten zu Themen wie eine Einkaufsmöglichkeit in Altdorf-Süd, den Friedhöfen in Altdorf und Pfettrach oder zur neuen Bocciabahn und einem Hinweis auf eine bevorstehende Umfrage bei Senioren Anfang nächsten Jahres und der Bitte daran sich zu beteiligen schloss der Bürgermeisater seine Ausführungen. Nicht ohne den Organisatoren des Nachmittags, den Kirchen, dem Seniorenbeirat und den Seniorenbeauftragten für ihren ehrenamtlichen Einsatz zugunsten älterer Menschen im Markt zu danken.

Hauptziel des Nachmittags, wofür der CSU-Ortsverband Kaffee, Kuchen und andere Getränke vorbereitet hatte und zu dem ein kostenloser Shuttlebus eingesetzt wurde, war aber das persönliche Gespräch mit den Senioren, was diese auch nach dem Referat ausgiebig suchten. Wie Ortsvorsitzender Helmut Maier schon eingangs betont hatte, sollte dieser Nachmittag dazu dienen, Probleme der älteren Mitbürger, deren Wünsche und Anregungen kennen zu lernen und zu hinterfragen.


Peter W. Fuhrmann


Anhang: Foto - Altdorfs Bürgermeister und CSU-Vorstandsmitglieder und Mandatsträger suchten das Gespräch mit den Senioren in geselliger
Runde im Bürgersaal.