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Arbeitsplätze in Niederbayern schaffen die Menschen
Vortrag von Wolfgang Maier zum Thema Wirtschaftsförderung

CSU-Ortsvorsitzender und zweiter Bürgermeister des Marktes Helmut Maier zeigte sich sehr erfreut, dass er seinen Namensvetter, das Mitglied des Ortsverbandes Wolfgang Maier für ein Referat gewinnen konnte. Auch der Referent freute sich über die Einladung, konnte er doch, wie er mit einem Lächeln eingangs betonte, gewisse Redefreiheit an diesem Abend genießen, da er nicht in seiner beruflichen Eigenschaft und damit auch nicht als offizieller Vertreter der Regierung von Niederbayern agierte.

ArbeitsplätzeMit großem Interesse verfolgten auf Einladung des CSU-Ortsverbandes die Gäste, unter ihnen die Bürgermeister Franz Kainz, Altdorf und Josef Scharf, Adlkofen, sowie der Präsident der Fachhochschule Landshut, Professor Dr. Erwin Blum die fachlich überaus fundierten Aussagen Wolfgang Maiers. In seinem Referat gab der Redner neben einem Rückblick in die Vergangenheit und einer detaillierten Schilderung der gegenwärtigen Wirtschaftssituation vor allem auch einen Ausblick in die weitere Entwicklung, geprägt von fundierten Daten, aber auch sehr persönlichen Meinungen. Dabei zeigte er die Verbesserungen seit den 60er-Jahren ebenso auf, wie die zu erwartenden weiteren, von starkem Aufwärtstrend gezeichneten Entwicklungen Niederbayerns.

War die Region zunächst von schlechter Infrastruktur geprägt und vorwiegend landwirtschaftlich strukturiert und die vorherrschenden Industriebranchen in den Bereichen Glas, Holz, Granit, Textil und Baugewerbe angesiedelt, so hat sich dieses Bild seit damals grundlegend verändert. Auch waren die Betriebe zu dieser Zeit oftmals nur verlängerte Werkbank der Großindustrie, es gab nur wenige höhere Schulen und oftmals herrschte große Arbeitslosigkeit im Winter. Hingegen sieht gegenwärtig Wolfgang Maier Niederbayern mit einer guten Infrastruktur, einem qualifiziertem Arbeitsplatzangebot, mit niedriger Arbeitslosenzahl und mit einem breiten Bildungs- und Ausbildungsangebot. Dies sei vor allem eine Leistung der Menschen im Regierungsbezirk, denn nicht die Politik schaffe Arbeitsplätze – sie könne nur die Rahmenbedingungen dafür anbieten – sondern vielmehr die Menschen des Landes.

In seinem Ausblick auf die kommenden etwa zehn Jahre erwartet der Redner einen weiteren Rückgang der Arbeitslosigkeit, was nach seiner Meinung allein schon durch den demographischen Wandel bedingt werde. Der Anteil der Automobilindustrie wird auf weiterhin hohem Niveau bleiben, doch werden regionale Kreisläufe allein schon aufgrund steigender Transportkosten an Bedeutung gewinnen. Sensorik, Mikrosystemtechnik, Maschinenbau, Energietechnik, I&K -Technologier sowie Forschung und Entwicklung sieht Maier als die wichtigsten Zukunftsbranchen. Notwendig dafür sei aber eine zielorientierte Ergänzung der bestehenden Infrastruktur, die dritte Startbahn am Münchener Flughafen, der Breitbandausbau, der Netzausbau und die regionale Unabhängigkeit bei der Energie. Stadt- und Ortssanierungen seien ebenso erforderlich, wie die Modernisierung beim Tourismusangebot. Schließlich sei auch der weitere Ausbau des Bildungsangebots, der Ausbau der Passauer Universität und der Fachhochschulen Landshut und Deggendorf Bedingung. Im Einzelnen ging Wolfgang Maier dann noch auf Themen wie Maßnahmen zur optimalen Unterstützung der Wirtschaft ein, rief zu Anregungen für Existenzgründungen auf und forderte die Nutzung und Zusammenarbeit der Nähe zu Österreich und Tschechien. Abschließend ergaben sich für den Referenten politische Fragestellungen, die ihn nicht nur besonders berührten und nach seiner Ansicht für die Zukunft wichtig sind, vielmehr sprach er Themen wie die Finanzkrise , die allgemeine Reformfähigkeit oder eine drohende Rohstoff- und Energieverknappung noch gezielt an.