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Geothermie-Fernwärme-Vertrieb startet
CSU Fraktion informierte sich ausführlich über aktuellen Stand

"Wir als Fraktion standen von Anbeginn hinter dem Projekt Geothermie und haben dazu auch bei der letzten Kommunalwahl eine klare Aussage getroffen", so zweiter Bürgermeister und CSU-Ortsvorsitzender Helmut Maier zu Beginn eines Infoabends mit Projektleiter Simon Berger zum aktuellen Sachstand in dieser Angelegenheit. "Wir werden auch als Fraktion vorausgehen und uns um den eigenen privaten Fernwärmeanschluss bemühen", so die einhellige Meinung der CSU- Fraktionsmitglieder.

Vertrieb beginnt
Fest steht, dass die Versorgung der Marktgemeinde mit Geothermie, also mit Wärme aus dem Inneren der Erde wieder ein großes Stück näher gerückt ist, denn in diesen Tagen haben die Vertriebsmaßnahmen für diese umweltfreundliche und kostengünstige Wärmeversorgung begonnen. Wie Simon Berger feststellen konnte, zielen die derzeitigen Planungen für die ersten Anschlussinstallationen auf den Beginn der Heizperiode im Herbst 2012 ab. Ausdrücklich betonte der Referent, wie auch die Fraktionsmitglieder, dass es unbedingt erforderlich sei - unabhängig vom geplanten Bauabschnitt - dass alle Interessenten, auch aus den Ortsteilen Eugenbach und Pfettrach, baldigst einen Termin zur kostenlosen Datenaufnahme, also zur Feststellung der vorhandenen Istsituation, vereinbaren. Dabei ist es jetzt auch schon möglich, sich über Anschluss- und Abnahmekosten informieren zu lassen und Erläuterungen zum Tarifsystem zu erhalten. Hingewiesen wurde in diesem Fraktionsgespräch auch darauf, dass insbesondere für entstehende Neubaugebiete - wie zur Zeit etwa in Eugenbach - die Bauherren ein entsprechendes Beratungsgespräch suchen sollten, um die kostengünstigste Variante der Fernwärmeversorgung, den Niedertemperaturbereich, bereits bei der Planung zu berücksichtigen. Wie Simon Berger ferner ausführte, und deshalb zuvor der Hinweis auf vom Bauabschnitt unabhängige Datenaufnahme, können sich noch aufgrund von bautechnischen Planungen Änderungen bei den bisher bekannten Bauabschnitten ergeben.

Helmut Maier zeigte sich erfreut, dass nun bereits Fakten bekannt sind, die besonders die späteren Anwender interessieren. War es doch bis hierher ein langer Weg, der aber konsequent verfolgt wurde. So waren die CSU -Politiker und die Vorstandschaft bereits vor Jahren unter anderen in Simbach und Erding, um dort vorhandene Fernwärmeanlagen zu besichtigen und sich ausführlich informieren zu lassen. Nun stellt Maier fest, dass auch Bürgermeister Franz Kainz alle Bürgerinnen und Bürger auffordert, sich an das Fernwärmenetz anzuschließen und damit dem heimischen Energieprojekt, in dem sich Ökologie und Ökonomie in hervorragender Weise ergänzen, zum Erfolg zu verhelfen. Die Energiekosten werden deutlich unter den Heizölpreisen, aber auch unter den Gaspreisen liegen. Berücksichtigt man dabei die Anlagekosten, Wartungs- und Kaminkehrerkosten so kann man schon bei Verwendung der Hochtemperaturvariante rund 25 Prozent gegenüber eine Ölheizung und etwa 22 Prozent gegenüber einer Gasheizung an Jahreskosten einsparen. Wesentlich günstiger wird dies noch bei Nutzung der Niedrigtemperaturvariante, zum Beispiel für Fussbodenheizung. Die pauschalen Anschlusskosten werden bei etwas über 2900 Euro liegen, was erheblich unter den Kosten für die Neuanschaffung einer herkömmlichen Heizungsanlage angesiedelt ist. Eine zusätzliche Möglichkeit ist die Beteiligung am Geothermieprojekt nicht nur als Kunde, sondern auch als Kreditgeber. So wird angeboten, dass der Fernwärmekunde die benötigte Heizwärme für fünf oder zehn Jahre im Voraus kauft und damit das Projekt mitfinanziert. Die Rendite für das der Marktgemeinde dadurch erteilte Darlehen erhalten dann die Abnehmer in Form eines Rabattes auf den Arbeitspreis, wobei die jährliche Verzinsung um die vier Prozent beträgt.

Mit dem Start des Fernwärmevertriebs hat für den Markt Altdorf der Ausstieg aus der Verbrennung von Öl und Gas begonnen und in einigen Jahren will man bei der Wärmeversorgung möglchst unabhängig von fossilen Energieträgern und damit von Konzernen und Lieferungen aus dem Ausland sein. Deshalb ist im Rathaus auch eine Beratungsstelle eingerichtet und die Gemeinde bietet dort eine Geothermie-Sprechstunde jeweils dienstags und donnerstags von 16 bis 19 Uhr an. Hier bekommt der Interessent auch alle Auskünfte über Einrichtungskosten, Anschlussmöglichkeiten und Abnahmepreise, wobei auch noch die Möglichkeit besteht, sich im Internet unter
www.altdorf-geothermie.de zu informieren.


Peter W. Fuhrmann


Anhang: Foto - Simon Berger informierte die Mitglieder der CSU-Fraktion zum aktuellen Projektstand