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Geothermie ist eine riesige Chance für Altdorf
Zweiter Bürgermeister Helmut Maier hält der Feuerwehr seit 27 Jahren die Treue
Der Tag beginnt in der Regel sehr früh für ihn: Gegen 5.30 Uhr fährt Helmut Maier von Altdorf aus gen Passau zu seiner Arbeitsstätte, dem staatlichen Bauamt.
Dort ist er Abteilungsleiter Straßen (Bundessund Staatsstraßen) für die Stadt Passau und den Landkreis. Der zweite Altdorfer Bürgermeister ist daher für seine Gemeinde hauptsächlich abends und an den
Wochenenden im Einsatz. Bei ganz wichtigen Terminen kann er etwas früher zu arbeiten aufhören. Und sollte er einmal am Vormittag gefordert sein, nimmt er sich einen Tag Urlaub oder baut Überstunden ab.
Seit 2002 gehört das Altdorfer Urgewächs dem Gemeinderat an. Aus den Kommunalwahlen im März ist die CSU als stärkste Fraktion hervorgegangen, und da lag es nahe, dass sie neben dem
ersten auch den zweiten Bürgermeister stellt. "Und da fiel die Entscheidung zu meinen Gunsten", freut sich Helmut Maier, der auch CSU- Ortsvorsitzender ist. Der Partei ist er 1995 beigetreten,
allerdings hat er sich schon früher für Politik interessiert.
Die Zusammenarbeit mit den bei den Bürgermeistern bezeichnet er als sehr gut. über alle wesentlichen Dinge würden Georg Wild
(dritter Bürgermeister) und er von Gemeindechef Franz Kainz informiert. Wichtig sei aber, dass alle Gemeinderäte den gleichen Kenntnisstand haben, denn gemeinsames Handeln über die Parteigrenzen
hinweg mache Sinn.
Seine schulische Laufbahn begann an der Grundschule Altdorf. Es folgte die Gymnasiumszeit, die er in
Landshut am Leinberger verbrachte, bevor er ab 1984 an der TU München studiert hat - mit dem Ziel Bauingenieur. Beruflich führte ihn der Weg zunächst nach Landshut, wo er beim Straßenbauamt
Angestellter war, bis er die Beamtenlaufbahn einschlug. 1997 führte ihn der Weg für fast fünf Jahre nach Weiden. Seit 2002 ist er nun in Passau.
Helmut Maier ist bei diversen Altdorfer Vereinen Mitglied, doch besonders liegt ihm die Feuerwehr am
Herzen. Seit 27 Jahren ist er aktiv dabei. Der Löschmeister war 15 Jahre Kassier des Vereins, seit zwei Jahren ist er zweiter Vorsitzender. Bei Einsätzen der Wehr kann der zweite Bürgermeister aus
beruflichen Gründen nicht allzu häufig dabei sein.
Beim Partnerschaftsverein ist Helmut Maier als Beisitzer in der Vorstandschaft präsent. Die beiden
Partnerschaften mit San Vito in Oberitalien und Pinsdorf in Österrreich hält er für sehr wichtig, um dem europäischen Gedanken gerecht zu werden. Mit dem Italienisch-Lernen habe es bisher noch nicht
geklappt, sagt der 43-Jährige, aber dies könne ja noch werden. Verstehen und lesen kann er so einiges, was daran liegt, dass er Latein am Gymnasium gelernt hat.
Seit längerem ist er bei der katholischen Kirchenverwaltung. Dabei geht es primär um Finanzen und Gebäude wie Kirche oder. Kindergarten .. Als Bauingenieur kann er sein Fachwissen einbringen.
An Pfingsten wird man Helmut Maier in Altdorf nicht begegnen, denn er ist bei der Fußwallfahrt nach
Altötting dabei. Als Pilgerführer begleitet er die Altdorfer Gruppe von Neumarkt St. Veit bis Altötting.
Bis zum Abmarschort wird mit dem Bus gefahren; von dort aus startet dann der etwa sechsstündige Fußmarsch bis Altötting.
Wenn dem viel beschäftigten 43-Jährigen Freizeit bleibt, verbringt er sie häufig im Garten, wo es
immer etwas zu" tun gibt. Dies ist für ihn nach der Arbeit ein angenehmer Ausgleich. Im Winter begibt er sich gerne auf die Bretter, sprich, er fährt ein Paar Tage zum Skifahren.
Die Geothermie ist in Altdorf das beherrschende Thema. Helmut Maier wünscht sich, dass das Ziel,
Fernwärme zu nutzen, erreicht wird. "Dies ist eine große Chance, um die uns viele beneiden", sagt der
zweite Bürgermeister. Alle Fraktionen sollten dabei an einem Strang ziehen, denn eine knappe Entscheidung im Gemeinderat wäre schlecht. Ein Thermalbad wäre natürlich wünschenswert, aber die
Gemeinde müsse dabei finanziell außen vor bleiben. Spruchreif ist die Sache für Maier erst, wenn sie in trockenen Tüchern ist. Die Sanierung der Grund- und Hauptschule sei für die Gemeinde eine
Herausforderung. denn der Schulbetrieb müsse in der Bauphase normal weitergehen.
Beim Dauerbrenner Nordumfahrung sei, so Helmut Maier, nun in erster Linie der Landkreis gefordert,
die Gemeinde habe ihre Hausaufgaben so gut wie erledigt. LZ v. 16.02.2009 |