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Autobahnlärm nervt immer stärker CSU-Bürgerstammtisch war diesmal in Pfettrach
Zentrales Thema beim Bürgerstammtisch des CSU-Ortsverbandes im Gasthaus "Rutsch'n" in Pfettrach war das Lärmaufkommen durch die Autobahn A92 im Ortsbereich von
Altdorf. Darüber klagt man nicht nur in Pfettrach, auch die Eugenbacher Bürger und die Anwohner in Altdorf West sind davon stark betroffen. Man zeigte sich erstaunt und auch verärgert, wie wenig Verständnis man
überörtlich für die berechtigten Klagen der vom Lärm Betroffenen zeigt. Zweiter Bürgermeister Franz Kainz sagte den Bürgern die volle Unterstützung des CSU-Ortsverbandes und der Fraktion zu ihren Anliegen zu.
Ortsvorsitzender Helmut Maier begrüsste zunächst die Gäste zum Bürgerstammtisch, der - wie er
betonte - weder eine Wahlveranstaltung sein soll, noch ein Ersatz für die Bürgerversammlungen der Gemeinde. Vielmehr würde man, wie schon vor den letzten Wahlen versprochen, in unregelmässigen
Abständen in allen drei Altdorfer Ortsteilen versuchen, mit dem interessierten Bürger ins Gespräch zu kommen, aber auch eine Darstellung von Leistungen und Plänen der örtlichen CSU den Zuhörern nahe zu bringen.
In einem Rückblick sprach zweiter Bürgermeister Franz Kainz zunächst Themen an, die auch schon im letzten Wahlprogramm des CSU-Ortsverbandes enthalten waren und zwischenzeitlich erledigt
beziehungsweise in Bearbeitung sind. Dazu gehört vor allem die verbesserte Verkehrssituation an der Autobahnausfahrt Altdorf. Auch der Radweg zwischen Pfettrach und Altdorf sei nach wie vor ein aktuelles Thema,
wobei man sich hier, entgegen anderer Vorschläge im Marktgemeinderat, weiter für einen Ausbau des vorhandenen Feldweges, also für das
Aufbringen einer Bitumenschicht stark macht. Eine Befestigung mit Bitumenbruch sei ebenso undiskutabel, wie ein Veto gegen den Ausbau wegen angeblich zu hoher Kosten. Man solle beim Ausbau auch an die Inline-Skater,
Rollerblader oder Radfahrer denken. Ehe es zu der grossen Diskussion wegen des Autobahnlärms kam, sprach Kainz noch das Thema Dorferneuerung,
beziehungsweise auch den Bau einer neuen Friedhofsmauer an, weshalb auch ein Schreiben an Staatsminister Miller in dieser Sache erging. Und schliesslich kam es dann zu den Einwänden lärmgeplagter Bürger zu der
momentanen Situation nahe der Autobahn. Man war sich einig, dass hier Abhilfe geschaffen werden muss und Kainz
betonte den Willen der Orts-CSU zur weiteren Unterstützung der berechtigten Bürgeranliegen. Allerdings zeichnete
er auch die formellen Hintergründe zur derzeitigen Situation ebenso auf, wie die gesetzlich bedingten Gründe. Wenn
man bedenkt, dass bereits bei der ursprünglichen Planfeststellung seitens des damaligen Bürgermeisters Sebastian
Preisser und des Gemeinderats, aber auch von Anwohnern auf die Lärmproblematik hingewiesen wurde und es seither zunehmend mehr Beschwerden wegen des Autobahnlärms gibt, scheint ein neuer Anlauf in dieser Sache
mehr als gerechtfertigt. Schon im Juni 2004 stellte die CSU-Fraktion den Antrag, das Landratsamt über die Gemeinde einzuschalten. Allerdings zeigte sich damals das Amt nicht in der Lage, anerkannte
Lärmschutzmessungen durchzuführen. Kainz baute seine Ausführungen auch auf die Verkehrsentwicklung auf, wobei er als Basis die Prognose bei der
Planfeststellung von 15. 000 Kraftfahrzeugen pro 24 Stunden für 1990 nannte. Diese Prognose wurde aber von der
tatsächlichen Entwicklung bereits weit überholt. waren es 1985 noch 9.687 Fahrzeuge pro Tag, stieg die Zahl 1990
(dem Jahr des Prognoseziels) auf 21.759, im Jahr 1995 auf 29.886 und im Jahre 2000 auf 33.715 Kraftfahrzeuge.
Trotzdem fordert die gültige Verkehrslärmrichtlinie den Rückschluss auf die Rechtslage bei der Planfeststellung.
Jetzt setzt man augenblicklich alles auf die neue noch in diesem Jahr stattfindende Verkehrzählung, von der dann
voraussichtlich das Ergebnis 2006 veröffentlicht wird. Ausserdem sprach sich Kainz für eine Einschaltung eines
qualifizierten Lärmgutachters aus, der gegenüber den Behörden aussagekräftiges Material bieten kann. Kainz machte aber ausserdem darauf aufmerksam, dass wegen der dreissigjährigen Einspruchsfrist 2008 der
spätestmögliche Zeitpunkt für Einforderung von Lärmschutzmassnahmen ist. Zum anderen soll es ab 2008 auch eine
neue EU-Umgebungslärmrichtlinie geben, die von Massnahmen ab bereits 20.000 Fahrzeugen je Tag spricht. Zwar
sei der Markt Altdorf nicht klagebefugt, da keine, wie vom Gesetz geforderte, unmittelbare Betroffenheit vorliegt, so
der zweite Bürgermeister, doch seitens der CSU-Fraktion werden jegliche Unterstützungsmöglichkeiten gegeben, versprach Kainz den lärmgeplagten Anwohnern. |